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Was passiert, wenn ein Online Casino geschlossen wird?

Im Prinzip ist es nichts Ungewöhnliches, wenn ein Online Casino schließt. Zumal der Grund für eine Schließung nicht immer gleich die Pleite des Betreibers sein muss. Ganz im Gegenteil ist dies sogar ein vergleichsweise seltener Grund. Vielmehr zählen sowohl organisatorische als auch rechtliche Punkte zu den weitaus häufigeren Gründen für die Schließung eines Online Casinos. Allerdings gehen natürlich auch diese Schließungen für die Kunden nicht ganz ohne Probleme über die Bühne. Anbei nun die Gründe, die für das Schließen eines Online Casinos in Frage kommen können und welche Auswirkungen dies für die Kunden haben kann.

1. Schließungen aufgrund firmeninterner Umstrukturierungen

Ein nicht unwesentlicher Teil der bekannten Onlinespielhallen gehört zu einer vergleichsweise überschaubaren Zahl an Firmen. Was bedeutet, dass hinter vielen Casinos respektive Casinomarken letztlich der gleiche Betreiber steht. Oft erkennt man dies schon an den Seiten der Casinos selbst, welche sich, was Aufbau und Design angeht, sehr ähneln können. Wer etwa mal einigeSpielautomaten kostenlos spielen möchte und hierzu gleich mehreren Casinoseiten einen Besuch abstattet, dürfte über kurz oder lang diese Erfahrung machen.
Einige der Betreiber vergeben außerdem White-Label-Lösungen an andere Unternehmen oder betreiben selbst eigene Subunternehmen. So kommt schnell eine beachtliche Zahl an Casinomarken zusammen. Nun kann sich jedoch eventuell nicht jede Marke gleich gut durchsetzen. Auch kann es sein, dass Firmen, welche White-Labels in Anspruch nehmen, den Betrieb ihrer Casinos aus anderen Gründen einstellen. Alles in allem geht es bei Schließungen also nicht selten um die Optimierung von Geschäftsprozessen.

Konsequenzen für Kunden

Bei derartigen Auflösungen von Casinos halten sich die Folgen für die Kunden für gewöhnlich in Grenzen. Meist erhalten diese bereits Wochen vor dem eigentlichen Aus des Casinos eine entsprechende Mail. Sofern Guthaben auf dem Kundenkonto vorhanden ist, zahlt das Casino dieses aus. Dabei können, etwa bei vorhandenem Bonusguthaben, diverse Regelungen gelten. Seriöse Anbieter, welche deutlich in der Überzahl sind, klären ihre Kunden hierüber natürlich im Detail auf. Kurzum: In den meisten Fällen verlieren Kunden kein Geld. Einzig eventuelle Treuepunkte im Rahmen eines Treueprogramms können so verloren gehen.

2. Schließungen wegen rechtlicher Unsicherheiten

In praktisch allen Lebens- und Geschäftsbereichen kommt es ständig dazu, dass sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern. Was natürlich auch die Spielhallen betreffen kann. In der Folge besteht natürlich für Casinofirmen auch das Risiko, dass sich die Rahmenbedingungen für sie schnell zu ihren Ungunsten ändern können. Mit der Konsequenz, dass ein weiterer Geschäftsbetrieb eventuell unmöglich wird. Aktuell herrschen beispielsweise in Deutschland rechtlich noch etliche Unsicherheiten. Welche der Gesetzgeber mit derLegalisierung der Onlineglücksspiels, die für Juli 2021 geplant ist, jedoch schon bald beseitigen möchte.

Allerdings kann es daher auch sowohl bis dahin als auch danach immer wieder dazu kommen, dass Casinos ihren Geschäftsbetrieb aufgrund rechtlicher Probleme einstellen. Für Kunden hat das jedoch, zumindest finanziell, meist wenig Konsequenzen. Immerhin erfolgt die Schließung in einem solchen Fall nicht aufgrund von Liquiditätsproblemen. In der Folge geht es hier also, wie schon im oben genannten Fall, meist nur um das Kundenkonto selbst und eventuelle erhaltene Vorzüge, die dann verloren gehen. Finanzielle Einbußen sind dagegen nicht zu erwarten.

3. Schließung wegen finanzieller Schwierigkeiten

Selbst im "Worst Case"-Szenario, nämlich der Pleite eines Online Casinos, steht es um das Guthaben des Kunden meist nicht schlecht. Dies gilt vor allem für Casinos mit sicheren Glücksspiellizenzen wie der Lizenz der Malta Gaming Authority oder der Gibraltar Lizenz. Begründen lässt sich das damit, dass die Casinos aus Lizenzgründen zu diversen Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet sind. Dazu zählen:

  1. Aufbau ausreichender Rücklagen für Auszahlungen: Casinos sind lizenztechnisch häufig dazu verpflichtet, ausreichend Rücklagen für Auszahlungen bereitzuhalten.
  2. Separate Spielerkonten: Casinos müssen zudem alle Spielergelder getrennt verwalten und aufbewahren. Der Betrieb des Casinos selbst muss komplett aus eigenen Mitteln erfolgen. Eingezahlte Beiträge der Spieler sind im Falle einer Insolvenz somit auch besonders geschützt.

Alles in allem müssen sich Kunden, die sich von Anfang an für ein sicheres und seriöses Casino entscheiden, nur selten Sorgen um ihr eingezahltes Guthaben machen.

Feb. 20, 2020, 5:36 a.m.