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Corona-Pandemie und Reisefreuden

Streng genommen muss zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels von den Vorfreuden auf den nächsten Urlaub geschrieben werden. Die Corona-Pandemie hat Deutschland noch fest im Griff. Daher ist es besser, von Reise-Vorfreuden zu sprechen. Dennoch sind bereits zahlreiche Buchungen bei den Reiseunternehmen eingelangt und mindestens die Hälfte aller Deutschen freut sich auf ihre erste Urlaubsreise nach mehreren Monaten harten Lockdown. Wohin die Reise gehen soll, wird häufig von vergangenen Reiseerfahrungen beeinflusst. Zum Beispiel findet man derzeit vermehrt Zeit, im Internet nach Reiseideen zu stöbern. Es scheint nach dem Motto „je exotischer – desto besser“ ausgewählt zu werden. Je weiter das Reiseziel vom derzeitigen Ausgangspunkt entfernt liegt, desto größer ist auch die Vorfreude.

Vorteile von Druckmedien

In den größeren Städten Deutschland können aufmerksame Bürger auch zahlreiche Plakate sehen, die diesen Reisetrend bestätigen dürften. Insgeheim lassen auch sehr viele Unternehmen Plakate drucken, die ihre Produkte mit exotischen Zielen vermengen möchten. Wer insgeheim einen solchen Wunsch hegt, wird dadurch noch eher auf ein exotisches Reiseziel angesprochen. Ein Beispiel kann dies vielleicht sehr anschaulich erklären. Ein italienischer Süßwarenproduzent vertreibt exotische Schokoladenspezialitäten und ist damit weltweit Marktführer. In Werbespots wird derzeit verstärkt mit Werbebotschaften im Zusammenhang mit exotischen Reisezielen gearbeitet.

Wie die Werbebotschaft unser Reiseverhalten beeinflusst

Wenn eine sehr erotisch wirkende Frau im Badeanzug am Strand sitzend genüsslich eine Schokolade verspeist, dann wird das bei den meisten Zusehern einen doppelten Effekt haben. Erstens wird während eines Lockdowns der Wunsch nach Schokolade gehegt. Zweitens wird aber auch der Wunsch nach einer Urlaubsreise steigen. In wissenschaftlichen Studien hat man nachgewiesen, dass diese Art von Reizüberflutung den Wunsch beim Zuseher noch weiter verstärken kann. Diesbezüglich wurden auch von renommierten Universitäten zahlreiche Studien angefertigt, welche die Erkenntnisse belegen können. Sie können dies auch am eigenen Verhalten beobachten. Beobachten Sie die von Ihnen getätigten Google-Anfragen unmittelbar nach einer solchen Werbeeinschaltung. Vermutlich werden Sie auch bei Facebook bei jenen Anzeigen stoppen, die ein exotisches Entspannungsziel favorisieren. Es sind aber nicht nur die sozialen Medien, die einen solchen Effekt bei uns auslösen. Die Öffentlichkeitswirkung hat einen noch viel stärkeren Bezug zur Verhaltensänderung. Das ist auch der Grund, warum Plakate in Großstädten immer noch von Werbetreibenden favorisiert werden.

Feb. 19, 2021, 1:27 p.m.