Login

Not registered yet? Register here

Forgot your password?


Die Geldflut und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft

Auf der ganzen Welt wütet derzeit noch die Corona Pandemie. Die Regierungen der einzelnen Staaten setzen hohe Summen frei, um die gesundheitlichen und auch wirtschaftlichen Folgen der Pandemie so gut es geht zu minimieren. Gelder werden massenweise ausgezahlt.

Allerdings haben die Auszahlungen der Hilfspakete die Folge, dass enorme Defizite in den Haushalten entstehen, die es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. Da stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies tatsächlich auf die Wirtschaft haben wird und wie die Folgen langfristig aussehen werden.

Am Anfang war das Coronavirus

Als die Pandemie Anfang 2020 ausbrach, haben die Regierungen der Welt mehr oder weniger schnell reagiert. Dies hatte Auszahlungen in Höhe von insgesamt 7 Billionen US-Dollar nach sich geführt. Hinzu kam eine Finanzpolitik von 6 Billionen US-Dollar sowie eine Garantie für die Verluste von Krediten in Höhe von weiteren 4 Billionen US-Dollar. Das ist eine riesige Menge an Geldern, die auf die Weltmärkte gespült wurden.

Sicher hat es dazu geführt, dass viele Unternehmen davon profitieren konnten. So hat vor allem der Online Bereich im Unterhaltungssegment gute Gewinne generiert, wie man an den Bilanzen wie demOnline Casino Vulkan erkennen kann. Aber wie sicher ist es, dass derartig hohe Summen den Haushalten helfen könnten. Es gibt keine Garantie dafür, dass schwerwiegende Folgen verhindert werden könnten, auch langfristig.

Um dies vorhersagen zu können, sollten wir uns mehrere Szenarien und deren Reaktionen vorstellen. Auch wollen wir Erkenntnisse darüber gewinnen, wie lange die Folgen der Corona Pandemie in der Wirtschaft zu spüren sein werden.

Ein Blick auf die Politik der vergangenen Jahre

Die Geldflüsse auf der ganzen Welt wurden mehrere Jahrzehnte lang manipuliert, indem die Bargeldsätze je nach Bedarf angepasst wurden. Schauen wir mal nach Australien zu den Zeiten der globalen Finanzkrise. Da senkte die Reserve Bank of Australia den Leitzins um ganze 4,25 %. Zu Zeiten der Rezession in den USA senkte die dortige Notenbank den Leitzins um 5 %. In der heutigen Zeit, in der wir leben, bewegen sich die Bargeldsätze bei null. Eine Senkung der Zinsen würde demnach nicht den wirtschaftlichen Schub bringen, den wir uns möglicherweise erhoffen.

Für die Zentralbanken bedeutete dies, dass sie zu Zeiten der Krise eine andere Geldpolitik betreiben müssen. Diese ist heute von einer quantitativen Lockerung (QE) dominiert. In den letzten Monaten, also seit Beginn der Pandemie, hat die QE zugenommen und die Zentralbanken haben das Angebot an finanziellen Vermögenswerten, die sie kaufen möchten, rasch erweitert.

Diese Methode mag zu der Zeit, als die Pandemie und damit die wirtschaftliche Krise ihren Höhepunkt erreicht hat, noch effizient gewesen sein. Allerdings nimmt dieses Phänomen ab, je weiter wir uns in Richtung Normalität bewegen. Das niedrige Zinsniveau, das die Politik befeuert, könnte die Wirtschaftspolitik erheblich beeinträchtigen. Die zwei Hauptgründe dafür sehen folgendermaßen aus:

  1. Das Horten großer Mengen an Bargeld: Sind die Zinssätze niedrig, kann das dazu führen, dass einzelne Personen, aber auch Unternehmen das Geld sparen und nicht ausgeben. Das Geld, das zur Ankurbelung der Wirtschaft benötigt wird, wird nicht ausgegeben und damit nicht in den Kreislauf gebracht.
  2. Der Abbau von Schulden: Wer es schafft, die Pandemie mit nur geringen wirtschaftlichen Schäden zu überstehen, neigt dazu, keine Vermögenswerte zu erwerben, sondern wird bevorzugt seine ausstehenden Rechnungen begleichen. Das passiert auch dann noch, wenn die Zinsen sehr niedrig sind.

Die Finanzpolitik und die Defizite der Staaten

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Wie oben erläutert, scheint die Geldpolitik eher weniger effizient. Auf der anderen Seite dürfte sich die Fiskalpolitik dafür aber umso wirksamer zeigen. Seit Beginn der Krise waren die meisten Länder eher zurückhaltend, denn sie wollten versuchen, die Verschuldung so gering wie möglich zu halten.

Die Volkswirtschaften wurden auch von konservativen Ländern durch aggressive Subventionspolitik am Leben erhalten. Dies sollte dazu führen, dass weniger Betriebe geschlossen werden müssten und weniger Menschen ihre Arbeit verlieren. Die Auswirkung der insgesamt sinkenden Einkommen sollte verringert werden. Während sich frühere Rezessionen auf die Senkung von Steuern konzentrierten, konnten die Abgaben schnell um- und eingesetzt werden. Dies hatte sofortige Resultate zur Folge.

Das Ergebnis all dieser beispiellosen Ausgaben sind natürlich Staatsdefizite. Experten erwarten, dass die Staatsdefizite in Australien 8 % und in den USA 20 % erreichen werden. Es stellt sich dann allerdings die Frage, ob die hohe Verschuldung auch nachhaltig ist.

Die Bewältigung der Schuldenkrise

Eine hohe Verschuldung des Staates bekommt immer der einfache Bürger zu spüren. Daher ist es wichtig, zeitnah zu erkennen, wie man Schuldenberge am besten abträgt. Es gibt vier Optionen, die dazu führen, den Staat wieder zu stärken und die Schulden abzubauen:

  1. Es sollten Aufträge an den privaten Sektor vergeben werden. Die Fiskalpolitik ist antizyklischer Natur, denn sie erscheint, wenn es in der Privatwirtschaft zu Rückgängen kommt. Auf diese Weise wird verhindert, dass der private Sektor vom Markt verdrängt wird.
  2. Die Richtlinien korrigieren sich von allein. Das ist durch den Erhalt der Arbeitsplätze, Liquiditätslinien, Geldtransfers und Geschäftskredite möglich. Am Ende der Krise wird sich alles schnell auf dem normalen Niveau einpendeln.
  3. Alle wesentlichen Auswirkungen auf die Zinssätze werden durch QE-Programme der Zentralbank gesteuert, die zum Kauf der Schulden beitragen.
  4. Bei Zinssätzen nahe Null sind die Kosten für die Schulden äußerst niedrig.

Eine übermäßige Verschuldung muss nicht unbedingt ein Problem darstellen, solange der Wechselkurs des jeweiligen Landes flexibel ist und Kontrolle über die Zentralbank hat.

Kurz- und langfristige Folgen der Pandemie

Gleich nach der Pandemie dürfte die Sache noch nicht ausgestanden sein. Experten rechnen damit, dass es möglicherweise mehrere Jahrzehnte dauern könnte, bis das Niveau der Wirtschaft das Pro-COVID-Niveau erreicht hat. Das wird sich darin äußern, dass die Zinssätze sehr niedrig bleiben und das Wachstum sich eher langsam entwickeln wird. Dagegen könnte die Fiskalpolitik wirken.
Auf der anderen Seite jedoch stehen Arbeitslosenquoten, die in die Höhe schnellen. Der Einbruch der Nachfrage nach Waren und Diensten dürfte die Inflation wieder senken. Der Schwerpunkt wird darauf liegen, inwieweit sich der fiskal- und geldpolitisch bedingte Liquiditätsanstieg auf die Inflation auswirken wird. Die Möglichkeit, Geld zu drucken, ist nicht unbegrenzt. Irgendwann wird das zusätzliche Geld die Produktionskapazität der Wirtschaft überrollen oder ausländische Investoren werden das Vertrauen in die Währung verlieren.

Es wird voraussichtlich große Unterschiede in der Erholung der verschiedenen Volkswirtschaften geben. Das liegt nicht zuletzt an den guten oder auch weniger gute Beziehungen zwischen Angestellten und Unternehmen. Erfolgreiche Volkswirtschaften werden nach dem Ende der Pandemie eine viel geringere Arbeitslosigkeit haben, und dies wird auf effektive Haushaltsausgaben zurückzuführen sein.
Der andere Schlüsselfaktor ist eine frühe und starke Reaktion auf die Pandemie. Ein erfolgreiches Management in den frühen Tagen wird nicht nur eine niedrigere Sterblichkeitsrate, sondern auch weniger strukturelle wirtschaftliche Schäden und eine robustere wirtschaftliche Erholung zur Folge haben.

June 22, 2021, 2:09 p.m.